Neue Saison! Nach einer Pause von knapp einem halben Jahr ging es endlich wieder los. Mit neuer Personalie in Form von Kristin Braun und vertauschter Brettreihenfolge von Dr. Reinmar Killmann und Dominik Bachhuber ging es höchst motiviert zur 1. Runde nach Bubenreuth, dem neuen Schreckgespenst der Liga – zwar gegen uns im Vorjahr noch klar unterlegen (7:1), schlugen sie den TSV Cadolzburg und nahmen dem Vorjahresaufsteiger SC Heilsbronn ein 4:4 ab — beides Mannschaften, gegen die wir im Vorjahr verloren…
    
Dankenswerterweise trat Bubenreuth ohne seine Nummer 1, 4 und 5 an, während wir in Stammbesetzung aufliefen und damit um knapp 200 Punkte favorisiert waren. Gut, das muss nix heißen, da tun wir uns öfter ja mal schwer…
    
Tatsächlich sollte heute aber praktisch nichts anbrennen und der Mannschaftskampf war eine klare Sache. Bereits früh zeigte sich auch am Brett, dass wir quasi überall nominell klar favorisiert waren: Materiell oder positionell war der Vorteil bei Sandra Roß an Brett 8, Dominik an Brett 7 und Kristin an Brett 5 sehr schnell zu sehen (ein offener König hier, ein Mehrbauer da, aktive Figuren überall), während sich Sebastian Kraus, Alex Kittler, Dennis Adelhütte und Martin Killmann an den Brettern 1 bis 4 mit ihren theoretisch besseren Stellungen auch wirklich nicht beklagen konnten. Gerade Martin hatte in der Abtauschvariante des Damengambits praktisch gar keine Probleme, sich positionell eine wunderschöne Stellung zu erspielen und nach Gutdünken agieren konnte:
     

   
     
Einzig Reinmar war mit seiner Stellung an Brett 6 eher semi-zufrieden; eigentlich kam er mit einer passablen Stellung aus der Eröffnung (1. c4 Sf6 2.Sc3 e5 stand auf dem Programm). Typisch englisch war die Stellung aber eher geschlossen und nach ein paar Ungenauigkeiten war Reinmar die Stellung nicht mehr ganz so recht, auch wenn er immer noch ein bisschen besser stand. Da nahm er das Remisangebot seines Gegners doch gerne an – 0,5:0;5!
    
Das tat unserem Mannschaftskampf auch überhaupt keinen Abbruch — Sandra verwertete ihre klar bessere Stellung gegen ihren Vorjahresgegner (da wars Remis) souverän und der offene unrochierte König wurde zerlegt — Sieg für Sandra!
    
Kristin hatte bereits eine Mehrfigur und eine nette Angriffsstellung, bei Domi war es im Abtauschfranzosen einfach nur eine Angriffsstellung. Das verhinderte aber nicht, dass Dominik zum Mattangriff ansetzte — nach einem überzeugten Absichern und viel Genicke war klar: dat wird Matt. Und dann setzte er Matt — so soll es sein, ja fein. Nicht viel später gesellte sich Kristins erster Sieg als Stammkraft der Ersten dazu und es stand 3,5:0;5!
    
Da Martin mittlerweile sehr, sehr gut stand und seinen Gegner immer mehr einschnürte (und dieser auch in Zeitnot kam) und Alex das Manövrieren seines Gegners positionell langsam, aber stetig bestrafte, konnte eigentlich nichts mehr passieren. Einzig Dennis, der nach der Eröffnung schon sehr gut stand, dann aber den eigentlich nicht sehr schwer zu sehenden Sieg übersah, musste ordentlich Kreide fressen und war auf einmal alles andere als glücklich mit seiner Stellung… Auch Seba stand zwischendurch schon auf Gewinn, jedoch ließ er die Zügel ein bisschen zu locker und die Stellung kippte wegen zu frühen Figurentäuschen wieder zurück in den Ausgleich…
    
…was aber genau heute alles überhaupt kein Drama war – vielleicht weil wir auch schon um 3 Punkte führten. Die Figuren von Martins Gegner waren mittlerweile dermaßen unkoordiniert, so dass die Stellung nicht mehr haltbar war. Inzwischen hatte auch Seba im ungleichfarbigen Läuferendspiel zwei Mehrbauern vorzuweisen: Grund genug für den Gegner, die weiße Flagge zu hissen — 5,5:0,5 und damit der erste Sieg der Saison!
    
Nun spielten noch Alex und Dennis. Während Alex seine auch klar bessere Stellung zu einem Sieg ummünzen konnte, musste Dennis eine Figur ins Geschäft stecken, um überhaupt im Spiel zu bleiben. Dann entwickelte sich sogar noch sowas wie ein Gegenangriff und ein wenig Hoffnung flammte auf. In Zeitnot öffnete er die Stellung im falschen Moment, nachdem er übersah, dass ein Turm gedeckt war. Danach war es praktisch endgültig kaputt und nicht viel später gab Dennis auf.
     
Endstand: 6,5:1,5!
    
…und damit auch gleich die Tabellenführung! Gut, nach einer Runde weniger aussagekräftig – unsere schärfsten Konkurrenten SF Fürth und SG Ansbach/Bad Windsheim gewannen ihre Partien 6:2. Lediglich Cadolzburg stolperte gegen den Aufsteiger des Kreis Nord (SG Fürth II) und holte trotz Favoritenrolle lediglich ein 4:4.
      
Nichtsdestotrotz können wir nach unserem guten Auftakt der nächsten Runde frohen Mutes entgegen sehen – es geht gegen Nürnberg Süd IV, gegen die wir die vergangenen Saisons 4,5:3,5 bzw. 6:2 gewannen. Man wird sehen, man wird sehen…
     
    
      
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