Zur 6. Runde lagen wir nach wie vor auf dem 3. Platz der Tabelle, hinter SW Nürnberg Süd IV und der SG Ansbach/Bad Windsheim – beides Gegner, gegen die wir schon gespielt haben und trotz guten Möglichkeiten keinen Sieg erringen konnten. Wollten wir also noch irgendwie aufsteigen, durften wir die nächsten Runden auf gar keinen Fall vermasseln und im Bestfall auch noch möglichst hohe Siege einfahren. Gegen das Tabellenschlusslicht und klaren Außenseiter SK Königsspringer Dombühl I nahmen wir uns dann – trotz Abwesenheit des Spitzenbretts Martin Killmann – einiges vor. Dass die Dombühler aber auch Schach spielen konnten, war uns natürlich bewusst, und so wurden wir auch gefordert…
      
Die größte Schwachstelle von Dombühl ist wohl an diesem Tage gewesen, dass ab Brett sechs 1350 DWZ und abwärts hockten, während wir mit ausschließlich 1700 aufwärts bewaffnet waren. Gerade an den hinteren beiden Brettern war ein Unterschied von einmal 500 Punkten und einmal sogar 800 Punkten zu verzeichnen – das wog extrem schwer und sowohl Sandra Roß an Brett 7 als auch  Rainer Klein an Brett 8 hatten keine größeren Probleme, nach umsichtigem Spiel jeweils den ganzen Punkt einzufahren – wobei gerade Rainer bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft ordentlich Respekt vor seinem noch jugendlichen Gegner auf Brett 8 hatte und besonders vorsichtig spielte – 2:0!
     
Unserer Vorsprung wurde ausgebaut von Seba Kraus auf Brett 3 und Alex Kittler auf Brett 2. Seba hatte es mit einem Sizilianer zu tun und wählte wie üblich seinen Rossolimo-Aufbau. Sein Gegner verpasste es, zu rochieren und das wurde taktisch durch einen Abzug bestraft – schwupps, war die Dame für Turm und Figur weg. Die Stellung brach gleich mit zusammen, so dass Seba die Partie in einen Punkt ummünzte.
       
Alex seinerseits wählte ebenfalls einen Sizilianer und überspielte seinen Gegner eigentlich direkt aus der Eröffnung. Er hätte sich auch schnell mit einem ganzen Mehrturm für seine Mühen belohnen können. Tat dies aber nicht. Und dann war es doch nicht mehr so einfach – die Stellung wackelte in den Ausgleich zurück und rein optisch war sogar der Gegner am Drücker. Man sah Alex an, dass er alles andere als glücklich war – als der Gegner dann auf einmal doch eine Figur spuckte, wich das Unglück der Irritation über die plötzliche Mehrfigur und schwupps – 4:0!
       
Nun musste nur noch ein Remis her, um den Sieg zu sichern. Es gab auch keinen Grund zur Besorgnis – Reinmar hatte sich an Brett 5 eine Mehrqualität erfischt, Dennis stand an Brett 1 ganz klar auf Angriff mit besserer Stellung und auch Kristin Braun schaffte es aus einem nahezu symmetrisch anmutenden Endspiel noch Druck rauszuzaubern.
       
Lediglich bei Dominik Bachhuber an Brett 6 gab es ein kleines großes Desaster: Eigentlich schnürte er seinen Gegner in einem Nimzo-Inder direkt aus der Eröffnung ein und dieser spielte ohne Rücksicht auf materielle Verluste. Es sah aus, als ob Domi mit einer Mehrfigur aus der Geschichte rauskäme. Der Konjunktiv ist hier aber leider gar nicht verkehrt und die ganze Aktion war vom Gegner bedacht – denn auf einmal konnte dieser Matt drohen, was man nur unter Hergeben der Dame abwehren konnte! Damit war Domi auf einmal eine Königin hinten und trotz den gegnerischen 1300 gab es im Endeffekt kein Halten her. Bis zum Schluss wurde es probiert aber die Dame blieb die Dame und damit ein Anschlusstreffer für Dombühl – 4:1!
    
Bei Reinmar gab es leider ebenfalls ein kleines Desaster, als der Gegner mit seiner Minusqualität seine Figuren praktisch perfekt platzierte und Reinmar nicht sofort zuschlug. Es wurde zum Mattangriff angesetzt und Reinmars einzige nicht bewegungsunfähige Figur war praktisch die Dame – die hielt der gegnerischen Armee nicht stand und das Matt war auf Dauer nicht zu verhindern. 4:2!
      
Nachdem Dennis die Zügel bei seinem Gegner zwischendurch zu locker ließ, war auch hier im Turmendspiel nichts mehr klar – würde uns das ganze noch in ein 4:4 abrutschen? Nein, dachte sich Kristin – und gewann nach Knetereien das ausgeglichene Endspiel souverän mit einem Bauerndurchbruch. Damit 5:2 und der Sieg!
       
Nun lag es noch an der Queen an Brett 1, einen weiteren Brettpunkt zu holen. Das Turmendspiel entpuppte sich im Endeffekt aber komplizierter als gedacht und war überhaupt nicht einfach zu spielen. Es entwickelte sich eine Situation „Du zuckst, du verlierst“. Darum hielten beide still. Und die Partie ging Remis aus. Ende.
   
Endstand: 5,5:2,5!
    
Nachdem der Mannschaftskampf von SW Nürnberg Süd IV gegen die SG Ansbach/Bad Windsheim 4:4 ausging, schoben wir uns nach Brettpunkten an Süd vorbei und lagen nur noch einen Punkt hinter der SG Ansbach/B.W.  – welche in Runde 7 gegen die unberechenbaren Cadolzburger ran mussten. Und wir mussten erstmal unsere eigenen Hausaufgaben erledigen – gegen den Überraschungsdritten, die SGem Fürth II (welche als einzige Mannschaft außer Ansbach noch aus eigener Kraft aufsteigen konnten!).
   
   
   

   
   
   
     
Ligamanager                 Erste Mannschaft 
   
   
   
   
  
   


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