Die Corona-Pandemie rüttelte ganz schön am “Over-the-Board-Chess” (OTBC), sehr frei übersetzt: Am Brett Schach spielen und “nicht nur” im Internet. Im Juni kamen in Bayern die ersten Hygienekonzepte zum Schach, jetzt im August konnte das schachlich wichtigste Event des Jahres (unter strengen Hygieneauflagen) stattfinden: Der Deutsche Meisterschaftsgipfel. Neben Schiedsrichterlehrgängen fanden als Teil des Gipfels das German Masters, die deutsche Meisterschaft, die deutsche Pokalmeisterschaft, die deutsche Seniorenmeisterschaft, das German Masters der Frauen, die deutsche Frauenmeisterschaft sowie die deutsche Blitzeinzelmeisterschaft und die deutsche Frauenblitzeinzelmeisterschaft statt (lediglich auf die deutsche Amateurmeisterschaft wurde verzichtet – zwei Qualifikationsturniere mussten wegen der Pandemie abgesagt werden). Da war ganz schön was geboten in Magdeburg…
     
Während Kristin im letzten Jahr noch bei der deutschen Frauenmeisterschaft mitspielte (und einen sehr achtbaren 9. Platz erlang), verzichtete sie für ihre gerade angefangene Promotion auf einen Startplatz und spielte die Blitzversion mit (kurz: DFBEM), welche “nur” einen Freitag Anreise und einen Samstag Spielen “kostete”.
      
Beim allerersten OTBC-Turnier seit Februar (das letzte Langzeitspiel war ein Mannschaftskampf der Ersten im März!) war die Aufregung dann schon auch mal da (vielleicht auch weil es gegen echte Schachgrößen wie IM Elisabeth Pähtz, WGM Michna Marta, WGM Josefine Heinemann und WGM Filiz Osmanodja ging) und der vorletzte Startplatz (unter 18 Teilnehmerinnern) war auch eine etwas größere Herausforderung, so zum Start.
     
…könnte man meinen. Kristin ließ sich nicht beeindrucken (auch nicht von der Live-Übertragung auf chess24, welche unter Umständen nicht immer ganz lupenrein funktionierte – Kristin spielt Französisch???? 😉 ) und trotz wenig geglücktem Start und einigen weggeschmissenen Stellungen holte sie 5 Punkte aus 17 Runden, unter anderem Siege gegen Lena Mader (ELO 1663), Marie Zschischang (B-ELO 2059), WFM Stefanie Scognamiglio (B-ELO 2085), WIM Fiona Sieber (B-ELO 2175) und Remisen gegen Alisa Frey (B-ELO 2027), und Britta Leib (ELO 1981). Insbesondere der Sieg gegen WIM Sieber ist mehr als beachtenswert, gewann sie doch das German Masters der Frauen mit 5,5/7 Punkten.
     
Mit den 5 Punkten kam Kristin am Ende auf Rang 14! Ein gutes Aufwärmtraining, so eine deutsche Blitzmeisterschaft – bevor es am 13.09. wieder mit den Mannschaftskämpfen im Bezirk losgeht ;-).
    
Neue deutsche Blitzmeisterin wurde WGM Marta Michna mit 16 Punkten vor WGM Josefine Heinemann mit 15,5 Punkten und IM Elisabeth Pähtz mit 15 Punkten.
    
Ansonsten kommt ihr über die Links noch zur Turnierseite der DFBEM und zu Kristins Einzelergebnissen.

   
    
     


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.