Bei der jährlich stattfindenden Nürnberger Stadtmeisterschaft, auch Zabo-Open genannt, traten drei Talente von uns an: Mit Kristin Braun, Sandra Roß und Rainer Klein waren wir im Turnier (welches von 0 DWZ bis 2386 DWZ und ein paar Titelträgern alles geboten hatte) breit aufgestellt – und in der Frauenwertung sogar favorisiert. Doof nur, dass Kristin zur 3. Runde aus privaten Gründen passen musste.
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Rainer blieb ein bisschen hinter der Erwartung zurück: Zwei Remisen gegen zwei 1400er sind zwar nicht so dolle, aber auch kein Beinbruch. Gegen Amelia Stark holte er sich den ganzen Punkt und gegen die nominellen Favoriten ging er leider leer aus – damit 2/5 und ein kleines DWZ-Minus.
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Sandra indes knackte indes fast die 1800 und setzte ihren Trend fort, den nominellen stärkeren massives Kopfzerbrechen zu bereiten. In der ersten Runde gelang ihr mit einem Sieg gegen Joseph Homi (knapp über 2000 DWZ) ein echter Paukenschlag, in der zweiten Runde dann ein Remis gegen Andreas Stadler. Erst in der dritten Runde konnte sie bei ihrer 2000er-Skalpjagd gestoppt werden, als sie gegen Markus Böhme verlor. Sich dann wieder in der Favoritenrolle befindend gewann Sandra souverän – in der letzten Runde hatte sie dann sogar die Chance auf dem Damenpreis, verlor aber leider gegen Wolfgang Fiedler. Damit trotzdem nach einem starken Turnier 2,5/5 – und fast die 1800! Na, den Schwung nehmen wir aber doch in die Saison mit… 🙂
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Und das mit dem Damenpreis ist auch kein Beinbruch – der ging trotzdem an uns, da Kristin ihre sehr gute Form aus der Bayerischen nicht verlor. Obwohl (oder gerade weil? 🙂 ) sie aussetzte, holte sie sich ingesamt 3,5 Punkte – in ihren drei nominellen Favoritenmatches gewann sie souverän, da stellte sie sich auch trotz massiven Respekts gegen den 1400er Schachfreund Javarro Nahnke (er performte klar über seiner Zahl und hatte 2,5/4 auf dem Konto..) kein Bein. Das Zweitrundenremis gegen FM Oskar Hirn war dann das i-Tüpfelchen – und mit einem Punkt Vorsprung holte sie sich verdient den Damenpreis!
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Das Turnier – und die Stadtmeisterschaft – gewonnen hat nach einer spannenden Schlussrundenpartie gegen FM Eduard Miller (über 5 Stunden und knapp 120 Züge) IM Yeliseiev Yevhenii vom SC Noris-Tarrasch Nürnberg mit 5/5 vor FM Jonas Hacker (SC Eppingen) mit ebenfalls 5 Punkten. Im Vorjahr waren die Rollen der beiden noch vertauscht – obwohl IM Yevhenii auch als Zweiter Stadtmeister wurde. Dritter wurde – bereits mit einem Punkt Rückstand – besagter FM Miller.
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