Nach den letzten beiden Spielen war es an der Zeit, endlich wieder etwas souveräner aufzutreten. Gegen die Vierte des SW Nürnberg Süd – bislang mit 4:4 Mannschaftspunkten auf Rang 6. In der Vorsaison hatten wir aber auch unsere liebe Mühe, den Sieg zu erringen…
                                                                                 .
Wie beim letzten Mal traten wir in Topbesetzung an – und wie beim letzten Mal traten die Gegner zu siebt an (wir wünschen Bajram Llugiq an dieser Stelle auch weiterhin gute Besserung!). Dass dies aber nichts zu bedeuten hatte, wussten wir ja schon vorher…
                                                                   .
Mit der 1:0-Führung im Hinterkopf startete der Mannschaftskampf eigentlich recht langsam und ohne große Verwegenheiten. Dennis Adelhütte hatte an Brett 2 die Abtauschvariante des Damengambits auf dem Brett, Alexander Kittler spielte an Brett 3 wie immer seinen “alles wurscht, hauptsache c5”-Aufbau, Sebastian Kraus agierte an Brett 4 ruhig und positionell gegen den gegnerischen Sizilianer, Thomas Roß spielte an Brett 5 auf kleinste positionelle Vorteile und auch Dr. Reinmar Killmann hatte auf Brett 7 einen ruhigen Skandinavier am Brett.
.
Lediglich bei Martin Killmann an Brett 1 war nach 1.d4 d5 2.Lg5!? quasi von vornherein die Stimmung geladen und solche Dinge wie Entwicklungsgrundlagen oder entspannte Aufbauten waren hier nicht an der Tagesordnung. Sandra Roß entschied sich an Brett 8 für einen geschlossenen Sizilianer – und das in ziemlich ungewohnter und vor allem schneller Manier. Pfeifend auf schwache Felder und ähnliches Gesocks entschied sie sich für „Frontal nach vorne“ und das, ohne groß darüber nachzudenken. So hatte sie – trotz dem DWZ-Schwergewicht der Gegner, eine gute Stellung und vor allem mehr Zeit auf der Uhr.
.
Alles in allem liest sich das doch recht fein. Vor allem, weil Sebas und Thomas positionelle Vorteile immer mehr zur Geltung kamen und Martins Gegner beim Versuch, anzugreifen, einen Bauern einstellte. Und auch Thomas münzte seinen Vorteil in einen Mehrbauern um.
.
Diese Gelegenheit hatte auch Sandra – und dann zog sie auf einmal zu schnell und hätte selbst einen Bauern gespuckt, jedoch für Gegenspiel, vor dem der Gegner sich fürchtete und den Bauern nicht mitnahm. Kurze Zeit später gaben die Kontrahenten Remis, da sich die Damen tauschten und die Stellung praktisch symmetrisch war. Eine gute Leistung von Sandra, jetzt geht es aufwärts!
.
Nun gab Reinmar seine Partie Remis. Nach und nach wurde er ein wenig eingeengt und die Stellung wurde immer schwieriger zu spielen, so dass er das Remisgebot seines Gegners annahm – 2:1!
.
Seba wandelte seinen Positionsvorteil in einen starken Angriff um, dafür gerieten Alex und Dennis positionell ein wenig ins Hintertreffen. Vor allem Dennis war von den gegnerischen Zügen zum Teil sehr verwirrt und manövrierte ein bisschen zu sehr rum. Im Endeffekt tat er sich dabei keinen Gefallen und übersah einige taktische Möglichkeiten bzw. sah diese zu spät. Da kam das Remisangebot gerade recht, was er in Anbetracht des Mannschaftskampfes auch annahm. 2,5:1,5!
.
Nun hatten wir einen starken Angriff und zwei Bretter mit Mehrbauern – wir konnten also optimistisch sein. Zumindest verhalten – Martins Gegner hatte für den Mehrbauern mehr Gegenspiel als ursprünglich gedacht und die Dame drang ins gegnerische Lager ein und holte sich den Bauern zurück. Und obwohl es danach aussah, als ob Martin einen Gegenschlag erzeugten konnte, so waren die gegnerischen verbundenen Freibauern eine nicht gerade charmante Gefahrenquelle. Da die Verteidigung nicht wirklich zu bezwingen war, entschied sich Martin, anstatt auf Gewinn zu spielen, Dauerschach zu geben.
.
Das war aber kein Schaden, da Seba in der Zwischenzeit einen Turm ins Geschäft steckte um entscheidend Material abzuluchsen! Auch wenn er vielleicht nicht die beste Ausführung des Angriffs auswählte, so gab es nach einer Weile keinen Zweifel mehr an der Effektivität des Angriffs – und schwupps, war die Dame weg.
.
Damit stand es 4:2 und Thomas ging mittlerweile in ein sehr remisliches Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauern über, so dass praktisch nichts mehr abbrennen konnte. Es war nun aber nicht Thomas, der uns den Mannschaftssieg endgültig einbrachte, sondern Alex – seine kurzen Zweifel an der Stellung zerstreuten sich und in beidseitig knapper werdender Zeit gewann er einen Bauern und es entstand ein Leichtfigurenendspiel. Dass so ein Läuferpaar uncharmant sein kann, bekam sein Gegner zu spüren. Alex holte sich noch einen Bauern und auch wenn das Endspiel nicht völlig trivial zu gewinnen war, so holte sich Alex den ganzen Punkt. Und damit den Mannschaftssieg – 5:2!
.
Thomas setzte nach über 5stündigem Manövrieren dem ganzen das i-Tüpfelchen auf. Er machte den Sack mit einem 6:2 zu – auch wenn das Endspiel sehr remislich war, ließ er sich beim Manövrieren nicht beirren und irgendwann unterlief dem Gegner doch ein Fehler, so dass wir am Ende mit 6:2 vom Platz gingen!
.
Na endlich, so möchten wir das gerne sehen – souveräne Spiele! Mit 8:2 Mannschaftspunkten stehen wir gut in der Tabelle dar – doch rutschten wir trotzdem einen Platz nach hinten auf Rang 3 ab. Heilsbronn blieb gegen Rothenburg siegreich und bleibt mit 9:1 Mannschaftspunkten an der Spitze.
.
Die anderen Verfolger SG Ansbach/Bad Windsheim und TSV Cadolzburg gewannen ihre Spiele mit jeweils 6,5:1,5 auch hoch und Cadolzburg hat damit einen halben Brettpunkt mehr als wir. In zwei Wochen geht es dann gegen besagte Cadolzburger…
.
.
Tabelle              Einzelstatistik              Letzter Spieltag  
.

.
.


.
.
.
.
.
.


1 Comment

Dann wohl im nächsten Jahr… · 04/03/2019 at 16:49

[…]         Einzelstatistik                 Letzter Spieltag   . . . . . […]

Comments are closed.