Zum ersten Mal im vierten Anlauf erreichten wir beim Schnellschachturnier in Leutasch, Österreich, eine Podestplatzierung. Martin Killmann, Dennis Adelhütte, Philipp Junk und Reinmar Killmann sicherten sich den 3. Platz in der C-Gruppe. Philipp verdiente sich dabei sogar noch einen Brettpreis. Details zum Turnier und Rahmenprogramm gibt es im nachfolgenden Bericht.
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In etwas kleinerer Besetzung als letztes Jahr fuhren wir am Pfingstwochenende nach Österreich zum traditionellen Mannschafts-Schnellschach Turnier in Leutasch. Die beiden „Einheimischen“ Martin und Reinmar Killmann wurden dabei von Dennis Adelhütte und Philipp Junk begleitet. Letzterer lebt mittlerweile in Irland, war aber für das Turnier noch ein Weilchen länger auf europäischem Festland geblieben. Und das sollte sich lohnen. Hierzu später mehr, fangen wir zunächst ganz von vorne an:
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Nach der Anreise am Freitagabend wurden alle bestens bei Verwandten der Killmänner untergebracht. Unsere traditionelle Herbergsmutter Viola werden wir wohl erst nächstes Jahr wieder beehren, auch wenn ihr Kuchen durchaus Konkurrenz gekriegt hat. 😉
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Am Samstag ging es vormittags – auch das ist Tradition – auf eine kleine Wanderung zur Boaslig- und Stöttlbrücke. Auch wenn hier der geplante Weg nicht ganz gefunden wurde (Notiz am Rande: Die einheimischen Wanderführer sind die Strecke am Montag nochmal in anderer Richtung gegangen, um den Weg für nächstes Mal auszukundschaften), hatten wir Spaß und schöne Aussicht.
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Danach drehte sich alles um die 64 Felder. Angekommen beim Turnier wurde uns bewusst: Es besteht akute B-Gruppen Gefahr! Im Turniermodus werden nämlich die Endrundengruppen des nächsten Tages in Vorrundengruppen ausgespielt. Dabei ist vor allem relevant, dass A- und B-Gruppe Sonntagnachmittags spielen,  C- und D- Gruppe vormittags. Nachdem Philipp aber am Sonntag noch nach Irland zurückmusste, war der Vormittag nicht gerade unsere Wunschoption. Allerdings: Im Modus unserer Gruppe qualifizierten sich 8 von 13 Mannschaften für A- oder B-Gruppe.
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Und so kam es wie es kommen musste: Mit einem Sieg im letzten Spiel wurden wir mit 22,5 Punkten gerade so um einen Brettpunkt Achter. Was also tun? An dieser Stelle herzlichen Dank an die Würzburger Neuntplatzierten und die Turnierleitung, die uns wegen der sehr knappen Einordnung die Gruppen tauschen ließen. So konnten wir beruhigt Sonntag früh in der C-Gruppe spielen und die Würzburger etwas länger schlafen. Die Einzelergebnisse der Vorrunde: Martin (3,5/12), Dennis (6,5), Philipp (7,5), Reinmar (5).
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Am nächsten Tag legten wir frisch los wie die Feuerwehr. Die ersten 6 Runden gewannen wir allesamt und meinten sogar, die besten Gegner schon gehabt zu haben. Dabei zeigte sich aber wieder einmal, dass die Elo-Zahlen auf der Turnierwand nicht zwangsweise etwas zu sagen haben. Die wohl stärksten Gegner und auf jeden Fall späteren Turniersieger erwarteten uns mit dem SC Niederkirchen nämlich in der 10. Runde. Eine 1:3 Niederlage und eine weitere in den vorigen Runden ließen zwar unsere Titelambitionen platzen, dennoch holten wir mit 27,5 Punkten einen sehr guten dritten Platz und sind damit das erste Mal in Leutasch auf dem Treppchen gelandet. Zur Belohnung gab es einen Korb mit einheimischen Spezialitäten und auch ein edles Tröpfchen. Die Einzelergebnisse: Martin (6,5/11), Dennis (6,5), Philipp (8,5), Reinmar (6)
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Dabei ist definitiv Philipps Leistung an Brett 3 hervorzuheben. Starke 8,5 Punkte aus 11 Runden führten zum ersten Brettpreis für einen Träger des SC-Jäklechemie-Shirts. Wobei das Tragen in diesem Fall sehr wörtlich genommen wurde, wie das Siegerfoto zeigt.
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Damit war Leutasch 2019 also das erfolgreichste in unserer noch jungen Vereinsgeschichte. Der ein oder andere träumt schon davon, nächstes Jahr in der B-Gruppe anzugreifen. Dafür bedürfte es allerdings mindestens einer etwas anderen Reiseplanung. So oder so: Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!
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