GRENKE 2019. Das größte Schachturnier Europas, knapp 2000 Teilnehmer, Stars wie Magnus Carlsen, Fabiano Caruana oder Vishy Anand geben sich die Ehre. Und das alles nicht etwa in Paris oder Madrid, nein, sondern fast direkt vor der Haustüre – im eigentlich nicht für Glanz und Gloria berühmten Karlsruhe.
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Mit vier Talenten waren wir in diesem Jahr leider nicht ganz so zahlreich vertreten wie erhofft, 2020 kann sich hoffentlich wieder eine größere Reisegruppe vor dem nervigen Osterfest drücken… 😉 
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Im A-Open – mit sage und schreibe 904 (!) Teilnehmern – wurde es für unsere Vielfliegerin Kristin Braun ernst. Sie spielte ein gutes Turnier, was sich bei den folgenden Zahlen erstmal komisch anhören mag: 2,5 Punkte bzw. fünf Remisen in neun Partien. Platz 853. Und dennoch auch mathematisch ein Turnier nach Erwartung. Da wird einem die Absurdität dieser Veranstaltung erst nochmal so richtig bewusst… 
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Eine Etage tiefer – im B-Open – gingen mit Alexander Franz und Tobias Völk zwei GRENKE-erfahrene Spieler an den Start. Damals hatte das Turnier zwar “nur” 1000 Teilnehmer, der Turnierverlauf war dennoch nicht unähnlich. Alex räumte in den ersten vier Runden vor allem sich selbst ab und startete mit 0/4. Dass er das Turnier dank dreier Siege noch komplett retten konnte und sich – trotz Platz 701 😀 – sogar über ein fettes DWZ-Plus freuen durfte, hat auch einen gewissen Charme. 
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Auch Tobi zeigte in Karlsruhe erneut, dass er sich mit stärkeren Gegnern durchaus anlegen kann. 5 Punkte und Platz 312 sprechen da eine deutliche Sprache. Äh, 312?! Ja, in Karlsruhe ist das eine starke Platzierung. Klingt komisch, ist aber so. 
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Einzig Seryozka kann mit dem Turnierverlauf nicht wirklich zufrieden sein. Obwohl die Gegnerschaft natürlich recht stark war, ließ er zu viele Punkte liegen und musste sich mit 2,5 Punkten, aber einem zu verschmerzenden DWZ-Minus begnügen. 
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GRENKE Open
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Wie immer ein gigantisches Turnier, das auch 2020 als Pflichttermin in unserem Schach-Kalender steht. Egal ob man einen Blick durch den Turniersaal schweifen lässt, in die Gesichter der Topstars schaut oder – wie in unserem Fall – es sich an einem Privatsee gut gehen lässt. Es lohnt sich!


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Zum Abschluss noch ein Blick auf die GRENKE Chess Classics mit Magnus, Fabiano und Co. Wie fast nicht anders zu erwarten, setzte sich ein in diesem Jahr blendend aufgelegter Weltmeister souverän durch und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Auch seine Zahlen lesen sich ganz Karlsruhe-like: Mit einer Leistung von knapp 3000 ELO-Punkten deklassierte er die Konkurrenz um mindestens 1,5 Punkte. Auch könnte er – wenn er so weitermacht – der erste Spieler überhaupt sein, der die magische 2900er-Marke knackt (aktuell 2875). 
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Auf den Rängen 2 und 3 folgten Fabiano Caruana und Arkadij Naiditsch. Doch die eigentliche Story – vor allem aus deutscher Sicht – war die Teilnahme des erst 14-jährigen Vincent Keymer.
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Hatte er im Vorjahr noch sensationell das GRENKE-Open gewonnen und dabei einige 2700er umgeboxt, durfte er nun gegen die absolute Elite antreten. Zwar holte er am Ende “nur” 2,5 Punkte, diese aber gegen solche Kaliber wie Svidler oder Aronian. Auch spielte er gegen Magnus eine überragende Partie und zwang ihn zu einem nicht für möglich gehaltenen Fight. Ein Ausnahmetalent, das sicher in den kommenden Jahren weiter für Furore sorgen wird…  
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GRENKE Classics
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Kategorien: Talente on Tour